St. Pauls Platz

Objektplanung, Freianlagen  |  München, seit 2013

Auftraggeber: Landeshauptstadt München
Leistungsphasen: 1–8 


Der St. Pauls Platz liegt zwischen dem Wiesen- und Bahnhofsviertel in einem sehr heterogenen und lebendigen Umfeld. Die Kirche ist ein markanter Blickpunkt in der Stadtsilhouette. Vor den Umbaumaßnahmen war der Platz wenig attraktiv. Er wurde vorwiegend für Stellplätze genutzt. Im Rahmen der sogenannten Platzoffensive des Münchner Stadtrats hat 2013 eine von uns erstellte Konzeptstudie die Potentiale für eine Aufwertung des Platzes untersucht und stellte somit die Grundlage für die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern dar. 

Der St. Pauls Platz wird künftig an allen Seiten Bereiche mit eigener Ausstrahlung und hoher Aneignungsqualität aufweisen: ruhiges Verweilen in der Sonne und unter Schatten spendenden Bäumen, Spielen, sich frei bewegen und großzügige Bereiche für besondere Gelegenheiten wie Festumzüge. Die imposante Paulskirche wird auch im Nahbereich wieder als zentrales und identitätsstiftendes Bauwerk sichtbar. Dem Westportal wird ein großzügiger Platz aus Natursteinplatten vorgelegt. Fünf große Schnurbäume, Sitzbänke und der neupositionierte Brunnen fügen sich zu einem repräsentativen Vorplatz vor der Kirche.

Der Bau des Platzes ist weitgehend abgeschlossen. Die Pflanzung der Bäume erfolgt im Frühjahr 2020.


Münsterplatz

Objektplanung, Freianlagen  |  Ingolstadt 2012–2015

Auftraggeber: Diözesanbauamt Eichstätt
Leistungsphasen: 1–8  |  Planungsgebiet: 0,44 ha
1. Preis Beschränkter Wettbewerb 2012


Der Münsterplatz wird als festliches Vorfeld der Kirche und eigenständiger Platzraum in der Fußgängerzone herausgestellt. Der Platz um die größte und bedeutendste Kirche in der historischen Altstadt hebt sich durch das Klinkermaterial von dem umgebenden Stadtboden ab. Die Einheit von Münster und Kirchenvorfeld wird so deutlich. Die mächtige Platanen- und Lindengruppe wurden erhalten, zwei große Bäume verpflanzt. Im Schutz des Münsters blickt man von steinernen Sitzbänke an den Portalen auf das Stadtgeschehen. Eine große Pflanzschale im Süden und ein Brunnen vor dem westlichen Turm ergänzen das Ensemble.
Die historischen Wegeverläufe des ehemaligen Friedhofs werden wieder aufgenommen und binden den Münsterplatz in das Stadtgefüge ein. Sie verbinden mit einladender Geste die Eingangsportale mit den Gassen und Durchgängen der Altstadt. Von steinernen Bänken blickt man vom Schutz des Münsters aus auf das Stadtgeschehen.
Dort, wo die bestehenden Geländeverhältnisse es erlauben, wird der Platz um die Höhe eines Bordsteines angehoben. Beim Chorumgang an der Ostseite schaffen zwei Stufen eine Abgrenzung vom Straßenraum. Die Barrierefreiheit wird durch Absenkung an den wesentlichen Platzzugängen gewährleistet. In Anlehnung an die Backsteinfassade des Münsters wurde Klinker in zwei unterschiedlichen Mustern verlegt. Die Einfassungen des Kirchensockels aus Kalkstein wurden wiederhergestellt.


Lenbach Gärten

Objektplanung Freianlagen  |  München 2006-2011

Auftraggeber: Frankonia Eurobau Maxviertel GmbH 
Leistungsphasen: 3–8  |  Planungsgebiet: 3,5 ha
Zusammen mit Hilmer Sattler Architekten sowie Steidle Architekten


Das Quartier Lenbachgärten befindet sich in zentraler Lage in der Nähe des Hauptbahnhofes, direkt neben dem Alten Botanischen Garten und gegenüber St. Bonifaz in der in der südlichen Maxvorstadt. Mit den Lenbachgärten ist ein Quartier mit einer Nutzungsmischung aus exklusivem und gefördertem Wohnungsbau, Hotel und Büros entstanden. Es wurden höchste Ansprüche an das Design und die Material-verwendung verwirklicht. Das Quartier ist trotz innerstädtischer Dichten und fast vollständiger Unterbauung intensiv durchgrünt und freivon Autoverkehr – eine grüne Oase der Ruhe in der Stadt.
Das Quartier ist von öffentlichen Fußwegen und unterschiedlich gestalteten Plätzen durchzogen. Auch die öffentlichen Straßenräume von Luisen- und Sophienstraße wurden im Zuge der Bebauung neu gestaltet und aufgewertet. Die Innenhöfe bieten abgeschlossene, private Freiräume, die thematisch ganz unterschiedlich gestaltet wurden. Ausgewählte Gehölze und Stauden erzeugen abwechslungsreiche und atmosphärische Bilder über das ganze Jahr. Sie führen die Vielfalt des Alten Botanischen Garten bis in das Quartier.


Alter Botanischer Garten

München 2006-2011

Auftraggeber: LH München Baureferat, Frankonia Eurobau Maxviertel GmbH
Leistungsphasen: 1–6  |  Planungsgebiet: 7 ha


Mit dem Bau des Quartiers Lenbachgärten wurde auch der benachbarte denkmalgeschützte Alte Botanische Garten aufgewertet. Anlass war nicht zuletzt das 200 jährige Jubiläum der geschichtsträchtigen Anlage. Im stark frequentierten Park mitten im Zentrum von München sind Schmuck- und Staudenbeete sowie Schattenpflanzungen mit jeweils unterschiedlichem Pflegebedarf vorgesehen. Aber auch Aufenthaltsbereiche und Spielflächen wurden erneuert. Die Geschichte des Geländes als ehemaliger botanischer Garten soll fortgeführtwerden durch eine artenreiche Pflanzenauswahl, die über das üblicherweise in städtischen Anlagen verwendete Sortiment hinausweist.