Stadtentwicklung Münchner Nordosten

Los 3 - Landschaftsentwicklung, München 2014–2019

Auftraggeber: LHM München 
Planungsgebiet: 600 ha  |  zus. mit PSU Prof. Schaller Umwelt Consult GmbH, PTV group, yellow z urbanism architecture AG, mahl gebhard konzepte Partnerschaftsgesellschaft mbB

Im Münchner Nordosten liegt das größte verbliebene Potential für die künftige Siedlungsentwicklung in München. Mit einem Team aus vier externen Arbeitsgemeinschaften wurde ein integriertes Strukturkonzept erarbeitet. Die komplexe Aufgabe erfordert ein hohes Maß an fachlicher Expertise, wie auch einen intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. 

Ziel ist es, diese letzte große Entwicklungsfläche nachhaltig und ganzheitlich unter bestmöglicher Nutzung der räumlichen Qualitäten zu entwickeln. Die Technische Machbarkeitsstudie für den Münchner Nordosten basiert auf drei Varianten aus der Öffentlichkeitsphase im Frühjahr 2017. Sie untersucht die quantitative Umsetzbarkeit der aktualisierten Flächenbedarfe und Anforderungen in den jeweiligen Siedlungsflächen der drei Strukturvarianten.

Für die Untersuchung wurde von 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, sowie 10.000 Arbeitsplätze ausgegangen. Die Gemeinbedarfe, sonstige Infrastrukturbedarfe sowie Grünflächenbedarfe basieren auf diesen Zahlen.




Gartenstadt

München 2016–2018

In München ist der Anteil von Gebieten mit lockerer Bebauung und geringem Versiegelungsgrad hoch. Die sogenannten „Gartenstädte“ stehen deshalb angesichts des knappen Wohnraums unter einem hohen Veränderungsdruck. 

Anhand von drei spezifischen Quartieren sowie drei „Nachfolgern“, werden die Qualitäten und Defizite der Gartenstädte identifiziert und Entwicklungstendenzen aufgezeigt. Das Projekt entwickelt modellhaft ein Vorgehen, das Qualitätskriterien zur charakteristischen Grünausstattung, zum Stadtklima, der Nachverdichtung sowie der Mobilität für die Quartiere und im Bezug zum demografischen Wandel auf die Gesamtstadt entwickelt.

Mit Hilfe von Rahmenplänen soll auf der Ebene von Quartiersblöcken ein Bezugsrahmen für die Beurteilung von Bauanträgen zur Verfügung gestellt werden. Die entwickelte Methode und das vorgeschlagene Umsetzungsinstrumentarium soll auf alle vergleichbaren Gebiete gesamtstädtisch angewandt werden können.


Heideflächen

München 1992–1998

Auftraggeber: Heideflächenkonzept für den Heideflächenverein e.V. 
Planungsgebiet: 5.000 ha  |  tlw. zusammen mit Valentien + Valentien


Damit die Artenvielfalt der typischen Grasheiden und Kiefernwälder des Münchner Nordens erhalten bleiben, müssen sie sich wieder ausdehnen können und weitere typische landschaftliche Elemente wie Kiefer- und Eichenwälder, den Lohwaldrest Echinger Lohe, magere Wiesen und Weiden, Brachflächen, unterschiedlich stark genutzte landwirtschaftliche Flächen und aufgelassene Kiesgruben in ein Gesamtkonzept einbinden.
Um die verschiedenen Ansprüche, an den Raum miteinander in Einklang zu bringen, wurde zunächst ein „landschaftliches Leitbild“ für eine ideale Heidelandschaft entwickelt. Naturschutz und Landschaftsentwicklung brauchen den Rückhalt der erholungssuchenden, örtlichen Bevölkerung. Um die Ziele des Heideprojekts einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und die Bevölkerung auf die Schönheit und Einzigartigkeit der Heidelandschaft aufmerksam zu machen wurden die Ergebnisse des landschaftsplanerischen Konzepts in einer reich bebilderten Broschüre aufbereitet.

Seit Erarbeitung der ersten Konzepte wurden bereits zahlreiche Flächen umgesetzt. Seit 2003 ist auch die Landeshauptstadt München Teil des Heideflächenvereins.


Bahnflächen

Habitat- und Freiraumkonzept Hauptbahnhof-Laim-Pasing, München 1997–1998

Auftraggeber: Eisenbahnimmobilien Management GmbH  |  Planungsgebiet: 475 ha


Auf circa 175 Hektar nicht mehr benötigter Bahnanlage und bahnnaher Gewerbefläche zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und Pasing wurden in den letzten 2 Jahrzehnten Wohn- und Gewerbeflächen entwickelt. Auf den Bahnbiotopen mit ihren besonderen Standortbedingungen kommen nach wie vor seltene Tier- und Pflanzenarten mitten in der Stadt vor. Um die Artenvielfalt mit Bläuling und blauflügliger Ödlandschrecke zu erhalten und eine zumindest teilweise Kompensation für die baulichen Eingriffe zu bieten wurde ein Habitat- und Freiflächenkonzept entwickelt.
Dieses war Grundlage für den nachfolgenden städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb. Bis heute sind die meisten, aber keineswegs alle, Flächen bereits baulich entwickelt. Der Bau der zweiten Stammstrecke führt zu weiteren Eingriffen und neuen Herausforderungen für den Artenschutz in der Stadt.